Fundraising für einen gemeinnützigen Verein sieht von aussen einfacher aus, als es ist. Man denkt: gute Sache, ehrliche Zahlen, ein paar Anträge — das Geld kommt schon. In Wirklichkeit ist Fundraising Handarbeit. Stundenlange, mühsame Handarbeit, die niemand sieht und die trotzdem über das Überleben eines Projekts entscheidet.
Genau hier setzt Revamp-Info an. Es ist ein Portal mit zwei Gesichtern: Nach aussen zeigt es Geldgebern belegte Finanz- und Wirkungsdaten. Nach innen findet es aus tausenden Schweizer Stiftungen die passenden und schreibt die Gesuche gleich mit. Ein Werkzeug, zwei Aufgaben, die zusammengehören.

Die Startseite bündelt alle vier Werkzeuge: Stiftungsrecherche, Gesuch-Vorlagen, Wirkungsdaten und Finanzdaten.
Das Problem
Wer schon einmal für einen Verein Geld gesucht hat, kennt die zwei Wände, gegen die man läuft.
Die erste Wand: passende Stiftungen finden. In der Schweiz gibt es tausende gemeinnützige Stiftungen. Die meisten davon fördern etwas ganz anderes als das, was man selber tut. Eine Stiftung fördert Musik, eine andere nur Projekte im Kanton Waadt, eine dritte nur Kinder unter zwölf. Herauszufinden, welche überhaupt zu einem passen, bedeutet: Register durchforsten, Statuten lesen, Förderkriterien vergleichen. Tagelang. Und am Schluss hat man vielleicht eine Handvoll, die wirklich in Frage kommen.
Die zweite Wand: Gesuche schreiben. Ist eine passende Stiftung gefunden, geht die eigentliche Arbeit erst los. Jedes Gesuch will die Organisation erklären, die Wirkung belegen, das Budget aufschlüsseln, die passenden Argumente für genau diese Stiftung finden. Ein gutes Gesuch kostet Tage. Und weil jede Stiftung andere Schwerpunkte hat, kann man nicht einfach dasselbe Dokument zwanzigmal verschicken.
Dazu kommt eine dritte Anforderung, die alles überlagert: Geldgeber verlangen glaubwürdige, transparente Zahlen. Zu den Finanzen und zur Wirkung. Wer heute «wir haben viel Gutes getan» schreibt, ohne es zu belegen, landet im Papierkorb. Stiftungsräte wollen sehen, wohin das Geld fliesst und was es bewirkt — nachvollziehbar, nicht behauptet.
Zwei Dinge in einem Werkzeug
Revamp-Info beantwortet beide Wände und die Transparenz-Anforderung mit einem einzigen Portal. Der Trick ist, dass die zwei Seiten sich gegenseitig füttern: Die Transparenzdaten, die man nach aussen zeigt, sind genau die Belege, die man für ein starkes Gesuch braucht. Was man einmal sauber aufbereitet, dient beiden Zwecken.
Teil 1 — Nach aussen: Transparenz
Was es tut. Der öffentliche Teil von Revamp-Info macht die Zahlen des Vereins sichtbar. Zwei Bereiche stehen im Zentrum: Finanzen und Wirkung.
Die Finanz-Transparenz zeigt acht Jahre Einnahmen und Ausgaben — als Diagramme und als Tabellen, direkt referenzierbar. Wer wissen will, wie sich der Verein finanziert und wofür er das Geld ausgibt, sieht es hier auf einen Blick, über einen langen Zeitraum hinweg. Keine geschönte Momentaufnahme, sondern die Entwicklung über die Jahre.

Acht Jahre Einnahmen und Ausgaben — als Diagramm und als referenzierbare Tabelle.
Die Wirkungsdaten zeigen, was der Verein bewirkt: das eingesparte CO₂, die weitergegebenen Geräte, die soziale Integration durch Arbeit und Ausbildung. Diese Zahlen sind nicht nur für die Öffentlichkeit gedacht — sie sind belegbar für Anträge. Genau das, was eine Stiftung sehen will, bevor sie fördert.

Wirkungsdaten: CO₂, weitergegebene Geräte und soziale Integration — belegbar für Anträge.
Welches Problem es löst. Es nimmt die dritte Wand weg. Statt für jedes Gesuch mühsam Zahlen zusammenzusuchen und zu hoffen, dass sie stimmen, gibt es eine Quelle, die immer aktuell und immer belegt ist.
Und hier steckt das eigentliche Prinzip: Jede angezeigte Zahl trägt ihre Quelle, ihren Rechenweg und ihre Konfidenz mit sich — und ist per Klick prüfbar. Eine CO₂-Zahl ist nicht einfach eine Behauptung, sondern verlinkt auf die Methodik dahinter: welcher Faktor, welche Datenquelle, wie sicher. Das ist der Unterschied zwischen «vertrau uns» und «schau selber nach».

Der Methodik-Bericht: Jede Zahl führt zu ihrem Rechenweg, ihrer Quelle und ihrer Konfidenz.
Für einen Stiftungsrat ist das Gold wert. Er muss den Angaben nicht glauben — er kann sie prüfen. Und Vertrauen, das man prüfen kann, ist stärker als Vertrauen, um das man bittet.
Teil 2 — Nach innen: Fundraising-Intelligenz
Der interne Teil ist die Antwort auf die ersten beiden Wände. Er besteht aus drei zusammenhängenden Werkzeugen.
Die Stiftungs-Pipeline. Revamp-Info arbeitet mit rund 16'900 Schweizer Stiftungen im Trichter. Statt selber Register zu durchforsten, filtert das Portal diese Menge nach Passung. Für jede Stiftung gibt es eine Fit-Analyse: Passt der Förderzweck? Passt die Region? Passt die Zielgruppe? Aus tausenden werden so die wenigen, bei denen sich ein Antrag wirklich lohnt. Die tagelange Vorarbeit von früher schrumpft auf eine gefilterte, sortierte Liste.
Der Gesuch-Generator. Das ist das Herzstück. Aus einem einzigen Stiftungs-Eintrag erzeugt das Werkzeug ein komplettes Antragspaket:
- ein fertiges, vierseitiges Gesuch-PDF, zugeschnitten auf genau diese Stiftung
- einen One-Pager für den schnellen Überblick
- ein Pitch-Deck für die Präsentation
- einen Wirkungsbericht, der die Belege aus dem Transparenz-Teil zieht
- eine tokenisierte, teilbare Landingpage, die man der Stiftung als Link schicken kann
Was früher Tage pro Gesuch kostete, wird zu einem Vorgang, der aus vorhandenen Daten fertige, individuelle Dokumente baut. Die Wirkungsdaten aus Teil 1 fliessen direkt in den Wirkungsbericht — hier greifen die zwei Seiten ineinander.
Die Antrags-Pipeline. Damit bei vielen laufenden Gesuchen niemand den Überblick verliert, gibt es eine Kanban-Übersicht: Welcher Antrag ist in Vorbereitung, welcher verschickt, welcher beantwortet? Fundraising wird von einer Sammlung verstreuter Word-Dokumente zu einem nachvollziehbaren Prozess.
Die Zahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Schweizer Stiftungen im Trichter | 16'900 |
| Generierte Dokument-Typen pro Gesuch | 5 |
| Jahre Finanzdaten öffentlich | 8 |
| Seiten im Portal | 31 |
| Commits im Projekt | 866 |
Die Technik dahinter
Revamp-Info ist mit Next.js 16 und React 19 gebaut. Die Finanz- und Wirkungsdiagramme laufen über Chart.js. Die vierseitigen Gesuch-PDFs, One-Pager und Wirkungsberichte werden serverseitig mit @react-pdf generiert — echte, druckbare Dokumente, kein Screenshot einer Webseite. Die Daten liegen in PostgreSQL und werden über Drizzle angesprochen. Die Fit-Analyse der Stiftungen und die Textbausteine der Gesuche stützen sich auf Groq-KI. Zusammen ergibt das ein Werkzeug, das aus strukturierten Daten in Sekunden fertige, individuelle Fundraising-Unterlagen macht.
Fazit
Fundraising bleibt Arbeit — aber es muss nicht mehr blinde, wiederholte Handarbeit sein. Revamp-Info dreht die zwei mühsamsten Schritte um: passende Stiftungen findet das Portal, Gesuche schreibt es mit. Und weil jede nach aussen gezeigte Zahl belegt und prüfbar ist, wird Transparenz nicht zur Pflichtübung, sondern zum stärksten Argument im Antrag.
Nach aussen Vertrauen, das man prüfen kann. Nach innen Zeit, die man zurückbekommt. Beides im selben Werkzeug — zu sehen unter revamp-info.orangecat.ch.


