Die Shop-Frage hatte eine falsche Prämisse. Wir brauchen keine zweite Shop-Seite, die neben dem Marktplatz erklärt, wo man kaufen kann. Wer auf "Shop" klickt, will Produkte sehen, vergleichen und möglichst schnell zur Kaufentscheidung kommen. Deshalb ist der Online-Shop jetzt der Marktplatz.
Das reduziert kognitive Last. Es gibt einen kanonischen Ort für gebrauchte Elektronik: /marketplace. Alte /shop-URLs bleiben als Redirects erhalten, aber neue Navigation, Sitemap, Chatbot-Vorschläge und interne Helfer zeigen auf den Marktplatz. Die Nutzer:innen landen direkt bei Suche, Filtern und Inseraten statt in einer Kanalauswahl.
Aus Business-Sicht ist das der richtige Default. Der Marktplatz kann Revamp-IT-Inserate und Inserate anderer Anbieter:innen zusammenführen. Revamp-IT-Angebote werden als solche markiert, wenn sie explizit so geflaggt sind oder von einer Staff-Adresse unter @revamp-it.ch beziehungsweise @revampit.ch stammen. So entsteht ein einfacher mentaler Markt: alles durchsuchen, Quelle erkennen, kaufen.
Aus Design-Sicht ist die Disziplin dieselbe wie bei unseren anderen gehärteten Oberflächen: keine grossen Ausweichkarten, keine gleichwertigen Nebenpfade, keine unklaren CTA-Texte. Die erste Aufgabe ist Kaufen. Filtern, Suchen und Detailseiten müssen schnell sein und wenig erklären müssen.
Aus Engineering-Sicht entfernt die Entscheidung eine Fork. /shop, /shop/search, /shop/category/... und /shop/product/... sind Legacy-Eingänge in den Marktplatz. Der Sitemap werden keine alten Shop-Produktseiten mehr hinzugefügt. Die URL-Helfer erzeugen Marktplatz-URLs, damit neue Links nicht versehentlich die alte Architektur wiederbeleben.
Die andere grosse Nutzeraufgabe bleibt Reparatur und IT-Hilfe. Dort ist der kanonische Einstieg nicht ein neuer Parallelprozess, sondern /it-hilfe/create für Problem beschreiben und /it-hilfe/techniker für Techniker und Werkstätten. Die Anfrage bleibt im System; Matching und Diagnose können darauf aufbauen.
Weil Payrexx noch nicht produktiv eingerichtet ist, darf die Plattform bis zum Zahlungsklick funktionieren, aber keine Fake-Zahlungen in Produktion erzeugen. Marketplace-Checkout, Terminzahlung und Workshop-Zahlung stoppen deshalb mit einer klaren Setup-Meldung, bevor sie Inventar, Termine oder Plätze verändern. Das ist ehrlicher und sicherer als ein Demo-Payment, das wie echt aussieht.


